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Inhalt
(1)  Schuldenbereinigungsplan, außergerichtlich
(2)  Lohnpfändung, Schutz bei
(3)  Unterhaltspfändung
(4)  Schuldenübersicht
(5)  außergerichtliche Einigung
(6)  Rechtsberatung
(7)  Energieliefersperre



(3)   Die Pfändung von Unterhalt ist vorrangig

Wenn Sie Ihren Unterhaltsverpflichtungen nicht nachgekommen sind, kann der/die Unterhaltsberechtigte - sofern ein Unterhaltstitel vorliegt - eine Pfändung veranlassen. Eine Unterhaltspfändung ist vorrangig, d.h. sie greift auf das Einkommern zu, das andere Gläubiger nicht pfänden dürfen.

Wie funktioniert das? Das Vollstreckungsgericht bestimmt was Ihnen verbleiben soll (der "Selbstbehalt") Dies entspricht auch dem "sozialhilferechtlichen Bedarf" und liegt meist deutlich unter der Pfändungsfreigrenze.

Eine Unterhaltspfändung greift auf die Differenz zwischen Ihrem Selbstbehalt und der Pfändungsfreigrenze. Unterhalt kann also selbst dann noch gepfändet werden, wenn bereits andere Gläubiger Ihr Einkommen pfänden.

Kommen Sie dagegen Ihren Unterhaltsverpflichtungen regelmäßig nach, so erhöht sich auch Ihre Pfändungsfreigrenze für normale Pfändungen: der pfändbare Betrag findet sich dann in der Tabelle für jeden Unterhaltsberechtigten, für den Sie Unterhalt leisten, eine Spalte weiter rechts.

TIPP: Sie müssen Ihren Arbeitgeber (oder Rententräger) immer informieren, für wie viel Personen Sie Unterhalt zahlen, damit andere Gläubiger nicht zuviel pfänden können.

TIPP: Wie viel Unterhalt beansprucht werden kann bzw. zu zahlen ist, können Sie in der so genannten Düsseldorfer Tabelle nachschauen. Reicht das Einkommen des Unterhaltspflichtigen nicht aus, so gilt eine so genannte Mangelfallverteilung. Näheres hierzu im Ratgeber "Unterhalt prüfen & Unterhalt anpassen".